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Grundsätzliches zu Fahrbahnmarkierungen
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Straßen- bzw. Fahrbahnmarkierungen sind Verkehrszeichen
im Sinne §§ 39ff StVO. Deshalb dürfen sie die Verkehrsteilnehmer
nicht verwirren und müssen von diesen jederzeit durch einen raschen
und beiläufigen Blick unzweifelhaft zu erkennen sein.
Auf Grund der stetig steigenden Verkehrsdichte müssen die Markierungen
heute eine fortlaufende optische Führung der Verkehrsteilnehmer gewährleisten
und höchsten Belastungen standhalten. Insbesondere bei Nacht und Nässe
müssen die Markierungen für den Verkehrsteilnehmer erkennbar sein,
da er sonst keine Orientierungsmöglichkeiten hat.
§ 41 Abs. 1 StVO "Auch Schilder oder weiße Markierungen auf der
Straßenoberfläche enthalten Gebote und Verbote",
§ 42 Abs. 6 StVO " Markierungen sind Weiß ausgenommen in den Fällen des § 41 Abs. 4 StVO
Durch den eindeutigen Hinweis auf weiße Markierungen wird in der StVO festgelegt,
das grundsätzlich nur weiße Markierungen rechtlich verbindlich und somit zulässig sind.
Fahrbahnmarkierungen werden also im Geltungsbereich der StVO entweder
in weiß als endgültige Markierung oder in Gelb als vorübergehende Markierung eingesetzt.
Vorübergehende gelbe Markierungen sind Markierungen im Bereich von Arbeitsstellen
auf Straßen. Ihre Funktion ist es, für einen vorübergehenden Zeitraum die weißen, endgültigen
Markierungen aufzuheben und dem Verkehrsteilnehmer dadurch eine geänderte Verkehrsführung
in der Arbeitsstelle anzuzeigen. Um diese Funktion erfüllen zu können, müssen sie bei Tag und
Nacht mindestens ebenso gut sichtbar sein wie die vor Ort vorhandenen weißen Markierungen.
Markierungen sind nach den Richtlinien für die Markierung von Straßen (RMS) auszuführen.
Die RMS enthalten Angaben zu Abmessungen und geometrischen Anordnung sowie
Einsatzkriterien von Markierungszeichen.
das Bundesministerium für Verkehr gibt die RMS im Einvernehmen mit den zuständigen
obersten Landesbehörden im Verkehrsblatt bekannt.
Markierungszeichen müssen dem Stand der Technik entsprechen und verkehrssicher
beschaffen sein. Sie müssen insbesondere folgende verkehrstechnische Eigenschaften
haben:
·         hohe Tagessichtbarkeit (Kontrast zur Fahrbahn)
·         hohe Nachtsichtbarkeit (Retroreflexion)
·         Griffigkeit
·         Geometrie (randscharf und vollflächig gleichmäßig)
·         Haltbarkeit
Die Funktionen von Fahrbahnmarkierungen
Gut sichtbar und somit funktionsfähige Fahrbahnmarkierungen sind für eine sichere
und flüssige Verkehrsführung von sehr großer Bedeutung. Gerade bei Dunkelheit
und im Bereich von Straßenbaustellen ist die Verkehrsführungsfunktion von
Fahrbahnmarkierungen überdurchschnittlich groß.
Der starke Kontrast zu den meist dunkleren Fahrbahndecken bewirkt eine gute
Erkennbarkeit der Fahrbahnmarkierungen am Tage.
Ihre Nachtsichtbarkeit erhalten sie durch Reflexperlen, die in der Oberfläche
eingebettet sind und das Scheinwerferlicht ganz überwiegend in die
Richtung des Kraftfahrers zurückstrahlen.
Hier ein Beispiel für gute Nachtsichtbarkeit.
Aber auch in wirtschaftlicher Hinsicht sind Fahrbahnmarkierungen
das ideale Instrument, um eine kontinuierliche visuelle Führung der Kraftfahrer
sicherzustellen. Denn der relative geringe Preis von Fahrbahnmarkierungen und ihre
unbestritten hoher Nutzen, machen sie zu einem der effektivsten Gegenstände der
Straßenausstattung.
Die unterschiedlichen Markierungstypen
Fahrbahnmarkierungen werden heute grundsätzlich in zwei Kategorien unterteilt-
·         Herkömmliche Markierungen Typ I
·         Markierungen mit erhöhter Nachtsichtbarkeit bei Nässe Typ II
Markierung Systeme Typ I sind Markierungen die eine einfache glatte Oberfläche
mit aufgestreuten Reflexperlen und abstumpfenden Materials bei dünnschichtig
aufgebrachte Markierung Systemen z.B. Farbe, Nachteile sind schlechte
Nachtsichtbarkeit bei Nässe und nach herausfahren der eingebetteten Reflexperlen durch den
Verkehr.
Oder bei dicksichtigen Markierungsstoffen mit Reflexperlen, die im Markierungsstoff
schon vom Hersteller eingearbeitet sind. Nachteil auch hier bei Nässe schlechte Nachtsichtbarkeit,
Vorteil durch den überrollenden Verkehr werden durch den Abrieb fortwährend Reflexperlen
freigesetzt.
Markierungssysteme Typ II sind dicksichtige Markierungen die auf Grund ihrer Struktur bei
Nässe über dem Wasserfilm auf der Fahrbahn erhaben rausragen z.B. Agglomerat Markierungen
in  Kalt- oder Heißplastiken, hier sind auch Reflexperlen im  Markierungsstoff schon vom Hersteller eingearbeitete und beim Verlegen  werden Reflexperlen zusätzlich aufgestreut. Dadurch
wird eine sehr gute Nachtsichtbarkeit bei Nässe erzielt.
                                                        
© Textauszüge aus Jahrgangsbuch der DSGS 2006/2007
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